Teil eines Werkes 
Entstehung
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Es war, als ſolite der Schlag der ſie treffen ſollte, ihr ſo lange als möglich verborgen bleiben. Der ganze Montag, für ihren Geliebten und ſo viele andere ſo ver⸗ hängnißvoll, verging, ohne daß ſie das Geringſte erfuhr, obgleich ſchon am Abend ein Reiſender ihrem Vater die Entdeckung der Verſchwörung erzählte. Eliſe war nicht zugegen, und David war über die Nachricht höchſt erfreut, wollte jedoch zuvor nähere Beſtätigung haben, ehe er es ſeiner Tochter mittheilte. Dieſe begab ſich zur Ruhe und träumte von einem Glücke, das ſchon auf die jam⸗ mervollſte Weiſe auf ewig vernichtet war.

Am folgenden Morzen waren Vater und Tochter wie gewöhnlich ſchon vor Tagesanbruch in ihrem ge⸗ wohnten Wirkungskreiſe. Während Eliſe in der Küche beſchäftigt war, wurde durch einen vorübergehenden Fuhr⸗ mann dem Vater die Nachricht beſtätigt, und noch hin⸗ zugefügt, daß einige Matroſen dem Prinzen den Anſchlag offenbart hätten. David zweifelte nicht mehr, daß es Jerome und ſeine drei Gefährten ſeyen, und er begab ſich ſogleich in die Nähe, um ſeiner Tochter den harten Schlag beizubringen.Sieh ſagte er lächelnd ſieh, Eliſe! jetzt wirſt Du das bitter bereuen, daß Du Deinen wackern Vetter Jerom ſo ſchnöde abge⸗ wieſen haſt. Wer weiß es, was Du für eine vornehme Frau geworden wäreſt, wenn Du ihn zum Manne ge⸗ nommen hätteſt.

Ich glaube es gern, Vater! erwiederte Eliſe, welche wohl an ihres Vaters Zügen ſah, daß er mit ihr ſcherzedaß Jerome ein wackrer Matroſe iſt, und warum ſollte er nicht einmal Kapitän oder gar Admiral werden? So etwas hat man ſchon mehr erlebt.

So lange braucht er nicht zu warten, um ſein Glück zu machen; ich ſage Dir, der Junge iſt ſchon für ſein ganzes Leben geborgen, und Du könnteſt jetzt ſchon, wenn Du ſeine Frau wäreſt, ſein Glück theilen.