Teil eines Werkes 
Entstehung
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dern Gelegenheit fuhr er im heftigſten Sturme, in ei⸗ nem gebrechlichen Fahrzeuge nach der friefiſchen Küſte über, wo er auch glücklich landete, oder vielmehr ſtran⸗ dete, denn am folgenden Tage fand man den Kahn ganz zerſchellt an dem Strande. Dieſer Knabe alſo, von dem ich Euch noch viele dergleichen verwegene Stücke erzählen fönnte, wenn ich nicht wüßte, daß meine Schwägerin Euch nach Eurem Gemache zu führen wünſchte, wettete eines Tages mit einigen ſeiner Kameraden, daß er eine ganze Nacht in Tekla's Hütte, welche, wie man glaubte, abweſend war, zubringen wolle. Dieſe Hütte, wie Euch mein Bruder ſchon geſagt hat, ſteht bei Jung und Alt in Ehren, und man wußte ſo viele ſonderbare Sachen von Geiſtern und Geſpenſtern, welche daſelbſt hausten, zu erzählen, daß Niemand es wagte, auch nur in der Nacht in deren Nähe zu kommen, noch viel weniger ohne den Willen der Bewohnerin einzutreten, oder die ganze Nacht daſelbſt zuzubringen. Und ich muß es geſtehen, obgleich ich keineswegs hinneige an alle die Geſpenſter⸗ geſchichten, welche ſich da zugetragen haben ſollen, zu glauben, ſo halte ich es doch ruchlos, ja nichts gerin⸗ ger, als unſern lieben Herrn verſuchen, ſich ſo bei Nacht⸗ zeit im Tekla's Hütte zu wagen.“

„Doch, wie ich ſagte, Hayo hatte die Wette ge⸗ macht; und er war nicht darnach, wenn er ſich etwas vorgenommen hatte, es mochte auch ſeyn, was es wollte, ſich durch guten Rath von ſeinem Plane abſchrecken zu laſſen. Man will jedoch bemerkt haben, daß er die⸗ ſes nächtliche Abenteuer mehr anſah, als den kühn⸗ ſten und gefährlichſten Streich, den er bis jetzt unter⸗ nommen hatte. Wie dem auch ſey; mit Anbruch der Nacht— es war im Herbſte, und das Wetter ſehr un⸗ geſtümm— brachten ihn ſeine Gofährten bis in die Nähe der Hütte, und ſahen das Licht einer Laterne, welche der verwegene Knabe, als er die Thüre öffnete, in der Hand hielt. Das Oeffnen der Thüre wurde ihm nicht

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