„Er hat ihn Dir genommen?.. Nun wohl, ſo fordre ihn von ihm zuruͤck; er iſt dort im Garten.“ In einem unbeſchreiblichen Freudentaumel flog Pa⸗
quita aus dem Zimmer. Sie fuͤhlte nicht, daß ſie ging,
noch was ſie that, noch daß ſie lebte; ſie gehörte in dieſem Augenblicke weder dieſer noch jener Welt an, ſie befand ſich in einem Zuſtande von Angſt und Wonne,
der alle Fähigkeiten des Geiſtes und des Koͤrpers laͤhmte.
Sie eilte ins Gebuͤſch, wo tiefe Dunkelheit herrſchte;
aber die Melodie, welche noch in ihrem Ohre klang,
war das Licht, das ihr als Leitſtern diente.
Endlich erblickte ſie einige Schritte von ſich einen bleichen, jungen Mann es war der Guitarrero!
Kaum erſt dem Tode entronnen, lag er auf einer Raſenbank.
Paquita ſtieß einen Freudenſchrei aus. Aber die Erſchuͤtterung war zu heftig; ſie war nicht im Stande, ſie zu uͤberwinden und ſank ohnmaͤchtig auf die Knie. Thraͤnen und Schluchzen erſtickten ihre Stimme, eine Wolke verſchleierte ihren Blick...
Sie lag in Pedro's Armen.
Kurze Zeit nach dieſer Scene im Garten hatte Pedro Leben, Geſundheit, Kraft und Gluͤck wieder er⸗ langt, denn Paquita war in ſeiner Naͤhe.
In jener entſetzlichen Nacht, wo Gomez unter dem Dolche Dolorida's gefallen war, irrte dieſe, von Gewiſſens⸗
biſſen verfolgt, wie Oreſtes von Furien, am Meeresſtrande


