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Die Verlobten des Todes : in drei Bdn. Bd. 1-3 / vom Vicomte d'Arlincourt. Aus dem Franz. von Ludwig Fort
Entstehung
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große Blumenbouquets, in ſchoͤnen Porzellanvaſen, ver⸗ breiteten liebliche Wohlgeruͤche.

Dolorida blickte zerſtreut umher und winkte dann ihrer Dienerſchaft, ſich zu entfernen. Ohne ein Wort zu ſprechen nahm Paquita in einem großen Lehnſtuhle Platz, der an einem nach dem Garten gehenden Fenſter ſtand.

Auf den Kaminen waren Lichter angezuͤndet worden. Den Kopf in eine Hand gelegt, verſank Paquita in eine ſchlummeraͤhnliche Betaͤubung, die ihr die Faͤhigkeit zum Denken, aber auch das Gefuͤhl des Schmerzes entzog. Dieſer Zuſtand hatte nichts Unangenehmes.

Die Nacht war mild und heiter. Es war, als ob geheimnißvolle Harmonien unter dem Laube und dem Schatten dahin glitten und in der Ferne allmaͤlig ver⸗ klängen. Plötzlich ertönten im Gebuͤſch melodiſche Accorde; es waren die Klaͤnge einer Guitarre. Auf den Flugeln des Abendwindes getragen, naherte ſie ſich immer mehr und mehr... Himmel! welche Stimme!... welche Worte!...

Beſinge, meine geliebte Zither,

Beim Schweigen der Sturme, Mein Schifflein, das dem Schiffbruch entgangen, Meinen Muth, meine Kraft, meine Hoffnungen und meine Liebe!

Paquita lauſchte ſtarr und regungslos.

Sie konnte nicht glauben, daß es Wirklichkeit war; ſie dachte im Stillen, daß nur ein freundlicher Traum