nicht die geringſte Unruhe. Die engliſche Flotte fuͤhrte 3* der Stadt und ihren Vertheidigern Munition und Le⸗ bensmittel im Ueberfluſſe zu und die Feſtung ſchien da⸗ her vor jeder Gefahr geſichert zu ſein. Das Vertrauen der Bewohner ging bis zur Verblendung, und waͤhrend die Kanonen um die Wälle donnerten, gaben ſie, dem Feinde zum Hohn, Bälle und Concerte. Man ſang zu dem Rollen des Donners, man tanzte neben dem Kra⸗ ter eines Vulkans.
An einem heitern Junimorgen begab ſich die ſchoͤne Paquita Balcells am Arme ihres Braͤutigams Mon⸗ ſerrat, mit dem ſie ſich nach Tarragona gefluͤchtet hatte, nach der Cathedralkirche. Der Brautkranz ſchmuckte ihre jungfraͤuliche Stirn und ein weißer Schleier fiel ihr uber die Schultern herab. Ihr Anzug war elegant aber ein⸗ fach. Obgleich ein Lächeln ihre Lippen umſchwebte, ſo hatte doch ihr Blick einen ſchmerzlichen Ausdruck. Ihre Haltung verrieth Vertrauen und Heiterkeit; aber das
Vertrauen war mit Trauer, die Heiterkeit mit Leiden gemiſcht.
Die Trauungsceremonie begann.
Don Manuel verrichtete den Gottesdienſt. Wäh⸗ rend Paquita vor dem Altare knieete, horte ſie, wie der
Donner der Kanonen ſich mit dem Gelaͤute der Glocken vermiſchte. Von traurigen Ahnungen gequält, blickte ſie mit einer unbeſtimmten Angſt um ſich: es war ihr, als ſtände Pedro's Oheim auf einem Grabe, als wäre„
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