Teil eines Werkes 
1. Theil (1. - 3. Buch) (1844)
Entstehung
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228 Schloß Windſor.

noch ihren Namen trägt und zwiſchen Heinrich des Siebenten und dem Normänniſchen Thurm liegt. Dieſer Theil des Schloſſes hatte das gute Glück, den Abänderungen zu ent⸗ gehen, welche nach der Wiedereinſetzung Karls des Zweiten in faſt allen andern Theilen der oberen Schanze gemacht wurden. Er enthält jetzt die Bibliothek. Ein großer Garten ward von derſelben Königin angelegt und ein kleiner Thor⸗ weg auf dem Schloßhügel von ihr gebaut; dieſer ward ſpäterhin eines der größten Hinderniſſe, um zum Schloß zu gelangen, und Georg der Vierte ließ ihn abtragen.

Eliſabeth jagte öfters im Park und erprobte ihre Ge⸗ ſchicklichkeit im Bogenſchießen, die nicht unbeträchtlich war, an der Scheibe. Ihre Liebhaberei für dramatiſche Auffüh⸗ rungen veranlaßte ſie auch, eine Bühne im Schloß zu er⸗ richten, auf der Schauſpiele und Zwiſchenſpiele aufgeführt wurden. Ihrer Bewunderung für Falſtaffs Charakter und ihrer Vorliebe für die Oertlichkeit verdankt die Welt die Luſtigen Weiber von Windſor.

Jakob der Erſte begünſtigte Windſor ſo ſehr, wie ſeine Vorgänger; er ſchmauſ'te in ſeinen Hallen und jagte das Wildprett in ſeinen Parken. Chriſtian der Vierte von Dänemark ward glänzend von ihm in Windſor bewirthet. Unter dieſer Regierung erhob ſich ein ſonderbarer Zwiſt zwiſchen dem Könige und dem Dechanten und Kapitel in Betreff der Ausbeſſerung einer Lücke in der Mauer. Er ward erſt nach drei Jahren zu Ende gebracht, indem er nach vielen Streitigkeiten zu Gunſten der Geiſtlichkeit ent⸗ ſchieden ward.

Wenig geſchah in Windſor unter Karl dem Erſten bis zu ſeinem zehnten Regierungsjahre; dann ward eine von Eliſabeth errichtete Feſthalle und der prächtige von der Königin Marie erbaute Springbrunnen abgetragen. Zwei Jahre ſpäter ward einePyramide oder Warte mit Uhr,