Teil eines Werkes 
9. - 11. Bd. (1846) Der Sohn des Teufels. 9. - 11. Bd.
Entstehung
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auf 15:

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12⁵

Moſes von Geldberg blieb einen Augenblick wie vom Blitze getroffen ſtehen, dann erhob er die thrä⸗ nenfeuchten Augen gen Himmel und flüſterte:

Mein Gott, es geſchah um ihretwillen; fuͤr ſie ein Leben voll Mühe und Schuld! Herr, Herr Gott, höre die Stimme eines Vaters! Undankbare Kinder, ich verfluche Euch!

Eſther und Abel blieben ſtumm und unbeweglich ſtehen, Sarah zuckte die Achſeln und wollte zu ihrer Tochter gehen, aber das Kind fühlte das Gräßliche, das in der Verleugnung eines Vaters lag.

Als Sarah das Kind von ihr ſich abwenden ſah, hörte ſie vielleicht zum erſtenmale die Stimme des Gewiſſens. Sie erblaßte und murmelte wie ihr Vater:

Mein Kind, für Dich habe ich alles gethan.

In dieſem Augenblicke öffnete ſich die Thür und die zuletzt beſchiedene Perſon trat ein, Leon von Laurens, der langſam durch das Gemach ſchritt und ſich neben ſeine Frau ſtellte. Er berührte ſie leicht mit der Hand und ſie kehrte ſich um.

Einen Augenblick ſtanden ſte einander ſtumm gegenüber.

Laurens war nicht mehr derſelbe Mann. Er

hatte den Ausdruck eines Herrn und Richters wieder gefunden.