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Alle Deutſche machten große Augen.
Moſes ſtand wie erſtarrt da und leugnete nicht.
Sarah aber hatte ſich raſch empor gerichtet und ihre Augen, in denen ein umheimliches Feuer glü⸗ hete, richteten ſich auf ihren Vater.
„Ach!“ ſprach ſie,„Sie waren Araby?“
Und gedankenſchnell eilte ſie zu der kleinen Aus⸗ läuferin, die ſich hinter Gertrud zu verſtecken ſuchte und zog ſie zu dem Alten.
„Iſt es wahr, Judith?“ fragte ſie.
„Ja,“ antwortete leiſe das Kind.
Sarah riß der Kleinen das Tuch ab, wieß auf die Flecken an der Bruſt des Kindes und rief aus:
„Das haben Sie gethan? Man ſagt, ſie müſſe ſterben und Sie haben ſie umgebracht. Ich, ich bin nicht die Tochter Arabys, des Pfandverleihers. Was liegt der Tochter Geldbergs daran, einen Wucherer ins Irrenhaus zu bringen?“
Die Augen des Alten füllten ſich mit Thränen.
„Sarah!“ ſtammelte er,„meine liebe Sarah! Es geſchah für Dich.“
Er verſuchte ihre Hand zu faſſen, aber die Frau von Laurens ſtieß ſie hart zurück.
„Sie ſind verrückt!“ ſagte ſie.
Er wendete ſich an ſeine beiden andern Kinder, aber ſie entfernten ſich von ihm.


