„Ich habe von dieſem Hauſe ſprechen hören,“ unterbrach ihn Reinhold.
„Das glaube ich wohl,.. es iſt ein ſehr luſti⸗ ges Haus. Alle Abende kommen die, welche Klei— dungsſtücke ſtehlen, da zuſammen und man kann ſich hier mit wenig Geld einen vollſtändigen und recht anſtändigen Anzug kaufen. Wenn die Menſchen ordentlich wären und das Ihrige zuſammen nähmen, könnten ſie es zu etwas bringen. Ich kenne manche, die bis dreißig Francs täglich in dieſem Geſchäfte verdienen. Wo ſie die Sachen hernehmen, weiß ich nicht; wenn ſie aber Abends in die„vier Haimons⸗ kinder“ kommen, haben ſie immer zwei und drei Beinkleider über einander an, eine ſchöne Weſte in der Taſche und Halstücher im Hute verſteckt. Aber ſie können das Geld nicht leiden, alles wird ver— jubelt, immer ſind ſie betrunken, immer ſingen ſie, zanken und ſchlagen ſich unter einander, ſo daß ſie die Hätfts ihres Lebens im Gefängniſſe ver⸗ bringen.“
„Iſt das Haus weit von hier?“ fragte R Rein
hold.
‚Da iſt es,“ antwortete Johann, indem er auf eine gelbliche Laterne zeigte, die vor einer dunkeln Hausflur hing.
Sie waren unter dieſem Geſpräche weiter gegan⸗ gen und befanden ſich an der andern Seite der Ro⸗
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