Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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440 wurden die Pferde eingeſpannt und Huſaren und Küraſſiere eilten im Galopp zu ihren Sammelplätzen. Auf allen Geſichtern las man das freudige Ereigniß, das Ende eines beſchwerlichen Lager- und Einſchlie ßungsdienſtes.

Raſtatt iſt über!

Im Lager ſelbſt trat die Mannſchaft zuſammen, die Geſchütze fuhren auf und die Huſaren ſattelten unter lautem Lachen und Scherzen ihre Pferde. Alles jubelte laut, und ich bin feſt überzeugt, daß auch die Landwehr ſchon lange nicht mehr ihre Torniſter mit ſolch' angenehmem Gefühle umſchallte, wie heute.

Ein kleiner Unfall war heute zu beklagen. In dem Lager der zwölfpfündigen Batterie, in der Nähe der Favorite nämlich, brach Feuer aus, man ſagte, durch ein weggeworfenes Streichhölzchen, und fünf bis ſechs Strohbaracken ſtanden in einem Augenblick in hellen Flammen. Die Mannſchaft, welche in größter Schnelle ihre Pferde und die gefüllten Protzen bei Seite ſchaffen mußte, konnte ihre Effekten zu gleicher Zeit nicht retten, und ſo verbrannte ihnen vieles. Später ſah man zwiſchen dem verkohlten Stroh ver⸗ brannte Torniſter, Patrontaſchen und dergleichen umherliegen.

Gegen vier Uhr rückte das preußiſche zweite Armeecorps, ſämmtliche Belagerungstruppen, unter