ſchnellen Entſchluß des Kriegsraths ſchuld geweſen ſeyn, noch während derſelbe am 23. Juli verſammelt war, ſchallte wüthendes Geſchrei vom Schloßhof herauf, die Soldaten trieben allerlei Unweſen, Artilleriſten und Dragoner, auch Infanteriſten hatten die Mon— tirungskammer geſtürmt und eilten mit geſtohlenen Ballen Tuch davon. Um dieſem Scandal ein Ende zu machen, wurden ſogleich zwei Geſchütze, jedoch nur blind geladen, gegen die keckſten Haufen abgefeuert und ein Mann an der Hand verwundet, worauf die Menge auseinander ſtob, beſonders als ſie den Be⸗ fehl hörte, mit Kartätſchen zu laden.
Gegen zehn Uhr Morgens kam Corvin in Be— gleitung Biedenfelds in das preußiſche Lager und brachte den bei Ladenburg gefangenen Major v. Hin⸗ derſin mit ſich hinaus. Major v. Hinderſin, ein tüchtiger Generalſtabsoffizier, hatte das Unglück, ſchon zu Anfang des Feldzugs, wie bekannt, gefangen zu werden. Er war im Ganzen in der Feſtung ordent— lich behandelt worden, und als er die Thore verließ, dankte er, wie er erzählte, einem Bürgerhauptmann, deſſen Zureden am Abend der„Spionenſchlächterei“ ſein Leben vor der Wuth der Kanoniere geſchützt, auf's Herzlichſte. Man hatte ihm, als er gefangen wurde, ſeinen Säbel genommen, ein ihm werthvolles Geſchenk, und der Umſtand, daß er einem Freiſchaaren⸗


