Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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III. Peschiera. Verona

Es waren an dem Tage, von welchem ich hier rede, wenige Wochen vergangen, als ich mit der ſiegreichen öſterreichiſchen Armee aus dem glänzenden dießjährigen Feldzug zurückkehrte und mir hoch erfreut geſtand, ein Stück Weltgeſchichte mit erlebt zu haben. Hier nun, vor Peschiera, war abermals ein ſchönes denkwürdiges Bild aus der Kriegsgeſchichte zu meinen Füßen aufgerollt und wie in einem Buche konnte man hier Schritt vor Schritt große Thaten des vo rigen Jahres in lebendigen Bildern ableſen.

Peschiera iſt eine kleine niedliche Feſtung, und die alten Werke und Baſtionen ſpiegeln ſich in der freundlichen klaren Fluth des Gardaſees. Damit es ihr auch im Innern an Waſſer nicht fehle, ſo fließt ein Arm des Mincio mitten durch die Stadt und füllt die Feſtungsgräben. Gewöhnlich haben kleine Feſtungen im Innern etwas Oedes und Trauriges;