Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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alledem iſt dieſe Reiſe ein großes Glück für mich ge⸗ weſen, ſie hat mich mit Ihnen bekannt gemacht.“

Nun folgte ein Austauſch jener zärtlichen Betheu⸗ erungen, in denen ſchüchterne Liebe ſich zaghaft aus⸗ ſpricht. Eine Weile war der Gegenſtand, der das Geſpräch angeregt, von uns beiden wie vergeſſen. Wir tauſchten nur ſchöne Hoffnungen und Wünſche aus, daß dies Zuſammenſein nicht grauſam zerriſſen werden, daß im Gegentheil das Schickſal noch viele Tage an die ſo heiter und genußreich entflohenen reihen möge. „Ich habe es mir ſo reizend ausgemalt,“ ſagte ſie, „in Ihrer Geſellſchaft den Genfer See zu beſuchen. Welche Spaziergänge werden wir an ſeinen entzücken⸗ den Ufern machen! Wie lebhaft werden Sie uns die großen Schatten Rouſſeau's und Lord Byron's her⸗ aufbeſchwören! Wie glorreich wird es ſein, auf den ſchneeigen Gipfeln die Sonne untergehen zu ſehen!“

Das Bild war zu herrlich und zu lieblich, als daß ich es zu zerſtören gewagt hätte. Wie die glän⸗ zendſte Fata Morgana ſchwebte es verlockend vor mir her.

„Und da ſollte,“ rief ſie,„der Oheim mit ſeinen Geſpenſtergeſchichten oder Miß Lavinia mit ihren Ge⸗ betbüchern ſtörend dazwiſchen fahren! Nein! Sie müſ⸗ ſen uns unſer Vergnügen laſſen, Herr Falk, laſſen

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