Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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nicht, ſo wenig wie jenem Prinzen Calderon's im Thurm. Das Leben iſt nur ein Traum, und wenn ich in dem wüſten Getümmel Newyork's oder noch jüngſt an den Flüſſen Virginiens, unter den Weiden, auf Vorpoſten, an dieſe Tage zurückdachte und ihre Bilder, nebelhaft verſchwimmend, mit holdem Lächeln, mit wehmüthiger Klage, mir vorüberzogen, waren ſie mehr als ein Traum? Schade, daß dies Traumweſen des Lebens erſt ſichtbar wird, wenn es hinter uns liegt. Der gegenwärtige Zuſtand iſt immer wirklich, greifbar, von grellen Farben und harten Formen; iſt er unwiederbringlich vorüber, wird er phantaſtiſch. So auch die Geſchichte, die ich Dir berichte. Es will mir jetzt nicht gelingen, mein heutiges Selbſt von dem da⸗ maligen zu trennen, ſo verſchieden ſie auch ſind und waren, und indem ich nur die wichtigſten Vorfälle er wähnte, tritt das Ganze in eine andere Beleuchtung, als es urſprünglich hatte. Was Dich wie Romantik an⸗ weht, war für mich langweilig und herzkränkend. Das Schlimmſte indeſſen ſollte noch kommen. Ich weiß nicht, wodurch es geſchehen— eine heftige Ciferſucht ergriff Marie. Weder meine Verſicherungen, noch Otti⸗ liens Fernbleiben, die ſich, ſeit dem erſten Tage meiner Gefangenſchaft, nicht weiter um mich zu bekümmern ſchien, bekehrten ſie von ihrem Wahn; mein Wider⸗

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