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Glück, Jugend
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auch in der Dichtkunſt ein geringeres Gewicht beilegen, als es früher geſchah. Das Gute und Nützliche männ⸗ licher Arbeit ſteht mir höher, als die phantaſtiſche Laune eines jungen Menſchen, der die Welt umgeſtalten will und ſo unerfahren und verloren in ihr iſt, wie der Wanderer in der pfadloſen Prairie. Die Kunſt ſoll uns die Arbeit des Lebens, nicht blos die Arabeske daran, die Jugendliebe, ſchildern!“ entgegnete Ottokar.
„Darüber wäre viel zu ſagen; Du zerhauſt den Knoten, aber Du löſeſt ihn nicht auf.“
„Zurück zu Deiner Geſchichte, ich bitte Dich! Meine leidige Unart, Dich zu unterbrechen“—
„Behalte ſie auch ferner; ſo übſt Du an meiner Vergangenheit eine Kritik, die mir für die Zukunft nützlich ſein ſoll.— Während des Aufſtandes, in der wilden kriegeriſchen und politiſchen Aufregung war Mariens Bild in meinem Inneren etwas in den Schatten getreten, in dem Müſſiggang der Verbannung gewann es wieder Farbe und Glanz. So lange war ich von ihr entfernt, ohne jede Nachricht. Wie mochte ich ihr geſchildert worden ſein, als Hochverräther, Räuberhauptmann! Hatte ſich ihr Herz von mir ge⸗ wandt? Trauerte ſie um mich? Wenn die Vorſicht mir bisher noch die abenteuerliche Reiſe abgerathen, dieſe Angſt verbunden mit der Sorge um den Vater beſiegte


