Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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daß man den Mohren nicht weiß waſchen kann. Die Philoſophie iſt da, die Religion zu bekämpfen, die Re⸗ publik das Königthum; wo ſich beide ausgleichen, ſind ſie ſchon von der Strenge und Ausſchließlichkeit ihrer Grundſätze abgewichen. Nur wirſt Du zugeben, daß ein Jüngling nicht ſo hoffnungslos denken kann und ſoll und Wunder von ſeiner Beredtſamkeit erwartet. Im Uebrigen war das Abenteuer nicht halb ſo ſchwie⸗ rig auszuführen, als Du glauben magſt.“

„Und doch hat es, wenn ich Dich vorhin recht verſtanden, eine ſehr ernſte und bedenkliche Wendung für Dich genommen?“

„Ja, aber Du wirſt gleich hören, wodurch. Der Drang, den Vater wiederzuſehen, war wohl der mäch⸗ tigſte in meinem Gemüth, doch trieb er mich nicht allein vorwärts. Mit dem Bilde des alten Mannes tauchte ein anderes zaubergewaltig in mir auf. Ein junges Mädchen mit ſanften Augen und blonden Haa⸗ ren— allein die Beſchreibung iſt gleichgiltig, für mich war Marie ein Engel. Die Liebe ſchrieb ſich noch aus der Zeit her, in der ich das Gymnaſium beſuchte, eine thörichte und kindiſche Schülerliebe! Marie war die Tochter des Gärtners im Schloſſe der Aldenhoven, recht eigentlich ein Dornröschen für mich. Denn daß der Sohn eines Gerichtsraths ſo ohne Weiteres