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neuer Brief des alten Republikaners erreichte. Durch ihn erfuhr ich, daß mich ein Kriegsgericht als Deſer⸗ teur, Hochverräther und Führer der Inſurgenten— ich hatte es als Einäugiger unter den Blinden raſch bis zum Offizier gebracht— zu Pulver und Blei be⸗ gnadigt habe, daß mein Vater auf den Tod krank läge; das Schreiben ſchloß mit dem Rathe, das erſte beſte Schiff in Havre zu beſteigen und nach Amerika zu ſegeln.„Die Franzoſen“, ſchrieb der Alte,„ſind die bunt aufgeputzten Affen der Freiheit; wenn Du lange unter ihnen weilſt, wirſt Du Deine republikaniſchen Grundſätze verlernen und verrathen und ſtatt mit Thaten mit Redensarten bezahlen.“— Alſo nach Ame⸗ rika! Ich hatte vor der Republik jenſeits des Meeres eine unbeſtimmte Furcht, die Negerbarone rechts und die Methodiſtenprediger links flößten mir ein gleiches Grauen ein. Aber der entſcheidende Entſchluß über die Zukunft brauchte weder heute noch morgen gefaßt zu werden; was mich in jenem Briefe am tiefſten er⸗ griffen, was flimmernd und tanzend, in rothen, in glühenden Buchſtaben mir vor Augen ſtand, waren die Worte: Dein Vater liegt todtkrank darnieder. Sterbens⸗ krank durch meine Schuld! Der Vater war der ge⸗ treueſte Diener ſeines Vaterlandes und der Geſetze. Heilig, wie dem Prieſter die Geheimniſſe ſeiner Reli⸗


