Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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„Aber doch nur aus Liebe zu Ihnen.“

„Hat ſie Ihnen das geſagt?“

„Ich hab' es errathen; ſie will Ihre Verbindung mit jener Dame nicht dulden; in ihrem Zorn iſt ihr jedes Mittel gerecht und willkommen, ein ſo unheil⸗ volles Ereigniß zu hindern.“

„Unheilvoll!“ rief Hermann, vergeſſend wo er war, aus und fuhr ſich durch das Haar.„Sie ſprechen das richtige Wort aus. Es iſt eine Tollheit, ſie hat es mir angethan! Liebestränke ſind ein Unſinn, nicht wahr? Mittelalterlicher Köhlerglaube...“

Karl ſah den Freund bedenklich von der Seite an— Liebestränke! In der Poeſie ließ Karl ſie gel⸗ ten, in Märchen und Opern mochten ſie nach Gefallen wirken, aber in der Wirklichkeit des neunzehnten Jahr⸗ hunderts! Und bei einem jungen Reiteroffizier, der trotz ſeiner„tollen Liebe“ zu einer unbekannten Ga⸗ briele noch Verhältniſſe mit leider nur zu bekannten Tänzerinnen unterhielt...

Der Wein ſpricht aus ihm, ſagte Karl zu ſich ſelbſt, wie zur Entſchuldigung des Andern.

„Sie lachen mich aus“, ſprudelte Hermann,„Sie ſind drüben jenſeit des Waſſers ein Yankee geworden, nehmen Sie es mir nicht übel, lieber Strupp, ein Yankee mit Fiſchblut! Aus demſelben Becher tranken