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liefen ſchlimme Gerücht⸗ über ihn an der Börſe herum! anr Als ob es ſich um ſeine Schulden und Wechſel ſte„ gehandelt, ſo roth und verlegen wurde Karl. Kaum 5 daß er noch Herrn Moriz Meyer den Dank für ſeine te Bemühung ausgeſprochen— dann eilte er aus dem
8 Comptoir. Auf und ab, ohne Zweck und Abſicht, ging ahi er die breite Straße, welche mit vierfachen Reihen on
von Lindenbäumen beſetzt, von einem ſtattlichen Thore ber⸗ zu dem Königsſchloſſe führend, eine Art Weltruf ge⸗
ter⸗ nießt, ganz verſunken in die abenteuerliche Geſchichte,
and die um ihn zu ſpielen begann. Um ihn, den Unſchul⸗
deiſe digen, den Unbetheiligten, der das Dunkle und Ge⸗
hre; heimnißvolle immer gemieden hatte und dem bis auf
fruf den heutigen Tag, gleichſam als hätte die wohlwollende
de Natur ihn vor einer ſolchen für ihn unerträglichen
ünf. Laſt bewahren wollen, nichts Außerordentliches ge⸗
uu⸗ ſchehen war.„Ein wahrer Unglückstag“, ſeufzte er ſtill
yer, in ſich hinein, nach einigen vergeblichen Verſuchen, ſich 1
her dieſe Gabriele, die Gräfin, die Schenkung des alten Ruhdorf und die bedenklichen Wechſelſchulden Her⸗
eher mann's mit einem kühnen Zuge aus dem Gedächtniß
ggen. zu ſchlagen. Umſonſt— ſie blieben. Gabriele, Ruh⸗
die dorf— was war nur das? Dieſe leeren Namen ge⸗
urg, wannen Form und Geſtalt, verſchwimmende, unklare
— aber doch... Eine Erinnerung dämmerte in ihm


