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neuen Aufregungen die alten vergeſſen; für ſie war es de eben nur ein Abenteuer mehr in ihrem glänzenden und wechſelreichen Leben, für Marcel ein Tropfen Wer⸗ muth, der ihm den Wein dieſer Welt für immer ver⸗ he gällte. Um ihm allein anzugehören, hätte ſie ihrer te Kunſt und ihrem Ruhm entſagen müſſen, ein Opfer, 9 das über ihre Kräfte ging. So ſchieden ſie in Wehmuth und doch mit der Ueberzeugung, daß jedes längere Bei⸗ ſammenſein ſie nur immer weiter von einander entfernen en würde, er, um in der Einſamkeit ſeines Schloſſes ihrer als der holdeſten und traumhafteſten Erſcheinung zu
1 gedenken; ſie, um zuweilen in nachdenklichen Augen—
z— blicken, wenn ſie das leere und nichtige Treiben der ft 0 Bühne mit Ekel und Widerwillen erfüllte, zu ſagen:
welch' glückliche Zeit war es doch mit ihm, es war meine einzige wahre Liebe!
6 Während Marcel's Tage ſtill und ereignißlos in in der Provinz verfloſſen, blieb Marie Gauſſin noch lange Nn eine Zierde der franzöſiſchen Bühne, und die Marquiſe „ von Noailles eine der vornehmſten und geiſtreichſten 4— Damen des Hofes zu Verſailles.
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Druck von Richard Schmidt in Reudnitz⸗Leipzig. in 13


