Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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vom Wagen und hob die todtblaſſe Helene herunter. Schnell, wie ein Blitz vorüberzuckt, hatte der ganze Vorgang ſtattgefunden, erſt allmählich wurde den Ge⸗ retteten das Geſchehene klar. Der Reiter hatte von drüben her, von der andern Seite des Waſſers ihre Gefahr bemerkt, war über die Brücke gejagt und hatte, indem er ſein Pferd ihrem Wagen entgegenwarf und den Ponies in die Zügel fiel, dieſelben zum Stehen gebracht. Dabei überſchlug ſich ſein Roß, er ſtürzte zur Erde und verletzte ſich den Kopf an einem der Prellſteine. Schon war Helene neben ihm niederge⸗ kniet und hatte ſeinen blutenden Kopf erhoben; Viktor eilte zum Fluſſe nieder, um Waſſer in ſeinen Hut zu ſchöpfen. Mit lautem Wehklagen warf ſich der Mohr, der jetzt herangekommen war, über ſeinen Herrn. Vom Dorfe und von den Feldern eilten Leute herzu. Auf eine Decke, die ſie im Wagen gehabt, wurde der Ver⸗ unglückte niedergelegt, mit zitternden Händen wuſch ihm Helene das Blut von dem Geſicht und der Stirn. Welch' widerſtreitende Gefühle auch in Viktor's Bruſt wogten, Helenens Seele war ganz und ausſchließlich von dem bleichen Manne erfüllt, neben dem ſie kniete, und der vielleicht ſein Leben aufgeopfert hatte, um das ihre zu retten.

Wir müſſen ihn in das Pfarrhaus bringen,