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„Aber ich,“ erwiderte ſie trotzig.„Warum ſollen wir ihn fliehen? Er hat uns nicht beleidigt; ihn meiden, heißt ihn noch ſtolzer machen. Ich will ihm nicht ge⸗ kliſſentlich ausweichen, er ſoll nicht ſagen können: Helene Adlersheim fürchtet mich!“
„Thörichte Reden!“ murmel lte Viktor und trieb mit einem Peitſchenhieb die Pferde an. Heftiger zogen ſie an, und Helene, über des Vetters Betragen in der Gegenwart des Fremden doppelt in ihrer Citelkeit ge⸗ kränkt, riß eben ſo heftig, wie er geſchlagen, die Zügel
zurück. 1 Hoch auf bäumten ſich die Thiere und ſcheu ge— worden durch die widerſpruchsvolle 2 Behandlung rasten 4
ſie im ſauſenden Lauf der Brücke zu. Sie aufzuhalten wurde ſelbſt den vereinten Anſtrengungen Viktor’s und Helenens unmöglich, die Gefahr war die größte, der wagen drohte an den ſteinernen Pfeilern der Brücke zertrümmert und auf das ſteinige, abſchüſſige Ufer hinabgeſchleudert zu erden Noch eine Sekunde des Schreckens, der Angſt: da ſtieg etwas Dunkles vor ihnen auf, es gab einen heftigen Ruck, zitternd ſtanden die Pferde ſtill. Vor ihren Füßen ſuchte ſich ein ge⸗ ſtürztes, wildes ſchwarzes Pferd vom Boden zu erheben, der Reiter lag bewußtlos, blutend daneben: es war Etienne Gérard. Mit einem Sprunge war Viktor
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