ſo das Vertrauen der Menge wie die Hochachtung der vornehmeren Geſellſchaft, in die ihn ſein Stand und
Reichthum wieſen, gewonnen. Unverheirathet fing er.
‚wie alle Hagelſtolze“ im höheren Alter ſich nach einem Familienkreiſe zu ſehnen an. Die Beſitzungen der Adlers⸗ heim lagen nur eine Meile von ſeinem Wohnhauſe; das feine und ſeinen Schwächen zart entgegenkommende Weſen der Mutter Helenens bezauberte ihn, Viktor's Vater war wie Weßbach ein vortrefflicher Schachſpieler, dazu die Schmeicheleien, die Liebkoſungen, die Tollheiten der Kinder mit ihrem„guten ſpaßigen Onkel“— ehe er noch recht wußte, wie ihm geſchah, war Bonaparte Weßbach an das Haus und die Familie mit ſtarken Banden gefeſſelt. Jahre hindurch blieb dieſer Verkehr in ruhigem Geleiſe, dann führten allmählich die Zeit⸗ ereigniſſe, Weßbach's Hartnäckigkeit und Viktor's auf⸗ brauſende, leidenſchaftliche Weiſe, die politiſchen Gegen⸗ ſätze des Alten und des Jungen, Zerwürfniſſe herbei, die zu ſchlichten Helene ihre ganze Anmuth und aus— gleichende Milde brauchte. Früher hatte es nur eines Briefes in der kühnen Handſchrift und dem noch kühne⸗ ren Gedankenfluge Viktor's an den„tapferen“ Onkel bedurft, der einen„angehenden Feldmarſchall“ nicht „in der Klemme der Manichäer“ ſitzen laſſen werde, um Weßbach's Kaſſe zu öffnen.„Das iſt ein Junge,“


