Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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Zinnen und Thürmen. Vom Fuße des Berges zog

ſich ein ſtattliches Dorf, mit Gärten und Baumgruppen

zwiſchen den Häuſern, in die Ebene. Ueber den kleinen Fluß, der zwiſchen Erlen⸗ und Weidengebüſchen mit ſtarkem Fall dahinſtrömte, führte in geringer Entfer⸗ nung von dem Dorfe eine ſchmale ſteinerne Brücke. Wer von Weſten die große Fahrſtraße daherkam und in das Dorf oder zum Schloſſe hinauf wollte, mußte darüber gehen, und ein läſtiger Aufenthalt pflegte zu entſtehen, wenn zu gleicher Zeit ein ſchwerbeladener Wagen aus dem Dorfe hinaus und ein anderer hinein fahren wollte. Ueberdieß fiel das Ufer des Fluſſes hier beſonders jäh und ſteil ab, und manches Unglück, das hier ſchon geſchehen, hatte der Stelle einen böſen Ruf verſchafft. Doch war trotz aller Reden und Klagen in der Gemeinde nichts gethan worden, ihre Gefährlichkeit zu mindern.

Auf dieſe Brücke zu rollte ein leichtes, zierliches Gefährt, von einem Paar munterer, iſabellfarbener Ponies gezogen. Da es noch ein gutes Stück Wegs bis zu der gefährlichen Stelle war, ließ die junge Dame, die vom hohen Sitz aus die Pferde lenkte, auf der ſicheren, ebenen Straße dieſelben nach ihrem Willen luſtig dahintraben. In ihren hellen Augen, auf ihrem heiteren und ruhigen Geſicht ſchien ſich gleichſam die

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