Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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Andre. Iuliettens huͤlfloſer Zuſtand, der Ge⸗ danke an den ſterbenden Vater, es aͤngſtete ſie unausſprechlich, daß dieſem die Toͤchter fehlen, und er vergeblich nach ihnen ausſehen werde.

Sie draͤngte daher Aphodiſe von der Schwe⸗ ſter zuruͤck, und mit ihrer gewohnten Lebhaftig⸗ keit das Naͤchſte beruͤckſichtigend, rief ſie jener zu, nur immer voraus zu eilen, ſie uͤbernehme es, Juliette, ſobald ſie ſich erholt habe, die paar Schritte hinuͤber zu fuͤhren, ihr ſelber liege dar⸗ an, den Kranken zu beſuchen, und gewiß, werde ſie ſeine arme Kinder in der ſchweren Stunde nicht verlaſſen.

Die ſanften Worte in ſchmerzlicher Bezie⸗ hung geſprochen, durchdrangen die Seele der armen Aphodiſe, ſie ſtuͤrzte der theilnehmenden Alten weinend in die Arme, die ihr unter ver⸗ geblichen Bemuͤhungen, die eigene Faſſung zu bewahren, die Wangen ſtreichelte, ſie kuͤßte, an ſich druͤckte, und mit gebrochener Stimme wie derholt ſagte: gute, gute, arme Tochter! Geh nur, geh! Ach Gott, koͤnnte ich Dir helfen!