Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825)
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Werners Brief hatte den Juͤngling auf viel⸗ fache Weiſe erſchuͤttert. Sein Weeſen zerfiel dadurch in Vergangenheit und Gegenwart. Jonas Leben und Tod, ſeine Beziehung zu den undurchdringlichen Geheimniſſen des Her⸗ zoglichen Hauſes, die auch Bodo in ihre laby⸗ rinthiſche Gaͤnge verwickelten, ohne daß er hier den rechten Faden finden konnte, der ihm hin⸗ durch huͤlfe, die Erinnerung an die ungluͤcklichſte aller Frauen! jene weiße Fruͤhlingsblume, von der Brandung herandringender Fluthen entwur⸗ zelt, fortgeriſſen, im kreiſenden Strudel ver⸗ nichtet! Ihr weiches, duftiges Bildchen, der Schimmer zarter Lebens Farbe, und dann das ewige Grau einer endloſen Nacht des Wahn⸗ ſinns!— Innrer Schauder durchrieſelte den friſchen, jugendlichen Mann! Er rief ſich zu dem Allen den Arzt zuruͤck. Dieſer allein durfte der Prinzeß nahen. Und Jonas kannte er auch. Er wußte wohl um deſſen Verrath!