Teil eines Werkes 
2. Th. (1823)
Entstehung
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an und in ihm. Es iſt wohl ſechs Stunden lang, endigt nicht weit von Ballenſtaͤdt und wird von der Selke, einem Fluͤßchen, wie die Bode, durchfloſſen. Vorzuͤglich erſcheint es demjenigen reizend und erquickend, der von der Roßtrappe kommt. Ihm loͤſen ſich alle Diſſonanzen ſeiner Seele auf, und wenn man jene eine verkoͤrperte Beethofenſche Symphonie nennen kann, ſo gleicht das Selkethal einer Sytmnphonie von Haydn. So wie ſie ein Leben voll Liebe und Seligkeit athmen, keinen Schmerz, keine Leiden kennen, ſondern nur ein ſuͤßes,

wehmuͤthiges Verlangen nach der geliebten Ge⸗

ſtalt, die aus einer andern Welt vor dem trunknen Blicke ſchwebt, ſo hat auch das lieb⸗ liche Thal den Ausdruck eines kindlich heitern Gemuͤthes, und fuͤhrt uns aus Nacht und Grauen, aus Felſen und Abgruͤnden in das bunte Leben zuruͤck, deſſen ſchoͤnſte Bedeutung es verſinnlicht, von dem es der lieblichſte Wi⸗ derſchein iſt. Darum ſehe es der Harzreiſende, wo moͤglich, zuletzt. Er wird dann ein rei⸗ ches Gefuͤhl von dieſem braͤutlich geſchmuͤckten Thale in's Leben zuruͤcknehmen. Es that mir darum leid, nicht ſchon die Baumanns⸗ und Bielshoͤhle geſehen zu haben.

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