Teil eines Werkes 
2. Th. (1823)
Entstehung
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dauern, wo er vor Froſt zitternd auf dem

Pferde haͤngt, waͤhrend der Infanteriſt ſich

warm geht und heiter und froͤhlich iſt. Dazu

kommt aber noch, daß dieſer, ſo wie die Zei⸗

ten jetzt ſind, mehr Ruhm einzuerndten, Ge⸗

legenheit hat, als jener, wenn ich auch zugebe, daß durch Reiter das Schickſal der Schlachten oft entſchieden und der Sieg vollſtaͤndiger wird. Infanteriemaſſen ſind es, die jetzt in der Re⸗ gel die Schlachten liefern und gewinnen. Ihr Blut fließt erſt in Stroͤmen, eh' der kecke Reitersmann ſich mit den Lorbern ſchmuͤcken kann, die das Fußvolk gebrochen hat. Von ihm werden Batterien, Schanzen und Doͤrfer geſtuͤrmt; ſein Bajonnet iſt dem Feinde furcht⸗ barer, als die ſchoͤnſte Damascenerklinge, und

wo die Gefahr am groͤßten iſt, wo der Tod

Tauſende wegrafft, da ſind es Infanteriſten, die jene Gefahr beſtehen und den Tod nicht fuͤrchten. Unanſehnlich ſchreitet er freilich ein⸗ her, waͤhrend der Reiter mit ſeinem geſchwin⸗ den Roß im Sturm den Minneſold erringt; aber ob er auch langſamer zum glaͤnzenden Ziele auf ſeiner blut'gen Bahn vorwaͤrts geht, er geht dafuͤr auch um ſo ſichrer, ohne dabei

oft den Reiter zu vermiſſen, der ohne Fußvolk