meiden war. Zum⸗ Gluͤck fand ich in meinem Wirth und deſſen Frau, beguͤterten Buͤrgers⸗ leuten, Vater und Mutter. Das Schickſal, ach! gewiß kein Zufall hat mich in ihr Haus gefuͤhrt. Ich gehoͤre zur Familie, kenne alle ihre Geheimniſſe, ihre ganze Verwandtſchaft, ihre Vermoͤgensumſtände, ihr reiches, wenn gleich altmodiſches Silberzeug, ihre Tugenden und Fehler, und werde von ihnen wie ein Sohn geliebt. Nur acht Tage huͤtete ich das Bett, jetzt bin ich ſchon ſo kraͤftig, daß ich in meinem Berufe wieder thaͤtig ſeyn kann. Unſer Corps ſteht noch immer vor Weſel, waͤh⸗ vend die andern Diviſionen nach Holland auf⸗ gebrochen ſind. Ich uͤbereile mich daher nicht und wilt mich erſt ganz erholen, eh’ ich zum Regiment abgehe. So habe ich denn Muße in Ueberfluß, die ich ſo zweckmaͤßig erwie un⸗ ter eden Umſtaͤnden moͤglich iſt, annzenden Ich leſe Herders, J. Muͤllers, Goͤthes und Schil⸗ ſers Schriften, habe zufaͤllig eine Guitarre er halien⸗ die ich oft genug mißhandle, zeichne auch wohl hin und wieder und exercire Rekru⸗ ten, ſo viel es meine Kraͤfce und Kenntniſſe erlauben. Zuſehends werde ich ſtaͤrker und ge⸗ ſunder, und wenn das ſo fort geht, es mehr,
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