Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

In dem verhaͤngnißvollen Winter, wo Bona⸗ parte in Rußlands Schneewuͤſten ſein Gluͤck, ſeinen Ruhm und den Kern ſeiner Armeen, die ſorglos ſeinen Sternen gefolgt waren, verlohr, lebte ich als Privaterzieher im Norden Deutſch⸗ lands in einem Doͤrſchen, das mir, je nachdem ich wollte, durch die Naͤhe einer kleinen Pro⸗ vinzſtadt, in dem Umgang mit wuͤrdigen Maͤn⸗ nern Erheiterung und Erholung und wieder ſtille Zuruͤckgezogenheit gewaͤhrte, wenn Schnee⸗ geſtoͤber oder uͤberhaupt eine unfreundliche Wit⸗ terung mich an den ernſten, ermuͤdenden Beruf feſſelte Selten nur drang in meine Einſam⸗ keit freundliche Kunde von den Weltbegeben⸗ heiten, die dem erſchuͤtterten und blutenden Eu⸗ ropa den erſehnten Frieden verſprachen; wurde ſie uns aber auch einmal auf geheimem Wege oder öffentlich zu Theil, oder durften wir aus der Stellung der verſchiedenen Armeen beruhi⸗ gende Schluͤſſe ziehen: ſo war auch ein ſolcher Tag ein Feſttag fuͤr uns Alle, die wir mit dem