Teil eines Werkes 
3. Bd. (1870)
Entstehung
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Graf, nſter

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Aaron reichte ſie ihm. Hoho! lachte der Graf aufhorchend und erhob ſich von ſeinem Sitze, um dem Fenſter zuzuhinken,ich glaubte Wunder ein großer Stratege zu ſein, und nun laſſ' ich mich von dieſen durchtriebenen Wegelagerern überrum⸗ peln! Auf einmalſtürzten ihm die Thränen aus den Augen. Drei blühend herangewachſene Kinder Aniela und ihre Brüder grüßten von der Straße herauf; hinter ihnen Theophila an dem Arme Boleslaws, einen ernſt drein⸗ ſchauenden Knaben an der Hand. Etwas abſeits ſtand Joſepha.

Der Graf wollte ſprechen, aber ſein Herz war zu voll; er konnte nur mit den Händen winken, man möge heraufkommen.Auch mein gutes Weib! ſtotterte er, wie von Joſepha's beſcheidener Zurückhaltung in dieſem Augenblicke vor Allem ergriffen,auch mein armes, gutes Weib!

Er wollte an Aaron vorbei und, ſo raſch es ſeine Krücke geſtattete, der Treppe zueilen; doch die freudloſe

Niene und der lange Trauerbart des Juden erinnerten ihn an die ſchlecht verharſchte Wunde in der Bruſt des armen Schächers und mäßigten ſeine Ungeduld.Nein, Aaron, ſagte er, wir wollen hier warten, wir wollen hier ſelbander warten. Apropos, die Gräfin fragte mich in einem früheren Briefe, ob ſie den Aaron, weil er gar