Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Alfanzereien mich zu plagen, iſt denn doch wahrhaftig pure Zeitvergeudung. Miß Will dreht ſich mit Leich⸗ tigkeit dreimal im Wirbel und ich bringe es, gib Acht, noch in Jahr und Tag nicht auf ein einziges Umdrehen. Miß Kimbow ſteht im ſchärfſten Galopp unermüdlich auf Einem Beine, und ich brauche ſicherlich noch für lange Zeit beide Beine, um mich überhaupt nur oben zu halten. Was ſoll ich mich da mühen und abarbeiten, um ſchlecht zu machen, was Andere im Schlafe fertig bringen? Dafür haben ſie Alle ſammt und ſonders kein Hirn im Kopfe. Nun iſt mir über Nacht etwas eingefallen, was ich früher einmal geleſen habe, eine langweilige Geſchichte, aber wenigſtens kommen immer zwei Kinder darin vor, die einander gern haben, und aus denen ſich was zurechtdrechſeln ließe. Sie hießen Paul und Virginie, führten etwa ein Leben wie wir und wurden, glaub' ich, zuguterletzt Mann und Frau. Die wollen wir Zwei zu Pferde darſtellen. Iſt der Papa bei meinem erſten Auftreten zugegen und das hoffe ich da ſieht er uns gleich Beide zuſammen und merkt, daß wir nicht gewöhnliche Luftſpringer wie die Anderen ſind.

Paul und Virginie wurden alſo heimlich aus dem Bücherſchranke der Madame Blanqui auf die Seite ge⸗ bracht und während der nächſten Nachmittage in einem