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doppelte Weiſe geholfen. Freunde dieſer Art erhöhen immer den Glanz der ganzen Geſellſchaft.“
„Blanqui“, verſetzte die Ober⸗Stallmeiſterin im Tone aufrichtigſter Entrüſtung,„Sie ſind und bleiben ein mauvais sujet.“ Und ſie zog ſich beleidigt in ihre Bibliothek zurück.
Beide Gatten waren übrigens im Irrthum. Jad⸗ wiga hatte weder Gefallſucht und Leichtſinn genug, um jemals Zephyrine nachzuarten, noch wäre ſie, wie in den erſten Wochen, zufrieden geweſen, gleich Letz⸗ terer bloß Alfred Blackman's Schweſter zu ſein. Er war ſo viel, viel beſſer als alle die anderen Männer; er hatte bei der Vertheidigung des kleinen Creolen ſo tüchtige Manneskraft gezeigt und dabei die neuliche Unbill Mr. Blanqui's denſelben ſo wenig entgelten
laſſen; es lebte ſich ſo gut mit ihm; es war eine ſo
unvergleichliche Freude, ihn anzuſehen, mit ihm zu plaudern, ihn zu necken, Plane mit ihm zu ſchmieden, neue Kunſtſtücke mit ihm auszuſinnen; ach, er war ſo ein lieber, herziger Junge— wenn der fatale Brief des Papa nur nicht exiſtirte, was das für ein herr⸗ liches Wanderleben werden könnte!
„Weißt Du was?“, ſagte Jadwiga eines Tages zu
ihrem Freunde, als ſie müde wie ein ſturmverſchlagener
Vogel aus dem Sattel glitt,„mit all dieſen abgenützten


