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licher Anweiſungen verſehen, und ſobald der Graf nur die Goldrollen zuſammenzutragen begann, kam der Dis⸗ ponent ihm mit ſo großer Zählfertigkeit zu Hülfe, daß in weniger als zwanzig Pendelſchlägen das ganze Ge⸗ ſchäft beglichen war. Beim Einſäckeln der letzten Rollen äußerte Phiniki, deſſen Miene nur Ernſt und Dienſt⸗ befliſſenheit ausgedrückt hatte, Cerigotto and Son hofften bei Vorkommniſſen irgendwelcher geſchäftlichen Art auch künftig die Aufträge des Grafen entgegennehmen zu dürfen, und ſo mußte der Graf abermals die läſtige Heimſuchung mit einem Dantke ſchließen.
Während der Disponent mit ſeiner Beute von dannen rollte, ereignete ſich in dem Schulzimmer der Knaben ein Auftritt, welcher für Theophila wie für Boleslaw gleich beſchämend ablaufen ſollte.
Wenn Joſepha verhindert war, pflegte Theophila, als Aelteſte, den Unterricht der Brüder in ſolcher Weiſe zu überwachen, daß, während einiger Stunden wenigſtens, die Thür zwiſchen ihnen und dem Schulzimmer offen blieb. Wurden Landkarten durchgenommen oder phyſi⸗ kaliſche Experimente gemacht, ſo begab ſie ſich auch wohl mit ihrer Handarbeit an den Schultiſch und nahm ſolcher Art, wenn auch ohne gerade Aufmerkſamkeit zu zeigen, an dem Unterrichte Theil. Nicht minder pflegte ſie den
Knaben Gedichte zum Auswendiglernen zu dictiren. R. Waldmüller, Das Vermächtniß der Millionärin. II. 2


