Teil eines Werkes 
1. Bd. (1870)
Entstehung
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Zum erſten Male ſeit ihrer Verheirathung mit dem Grafen ſah ſie ſich auf ſich ſelbſt geſtellt. Das brachte ihr Manches in ganz neuem Lichte zum Bewußtſein. Vor Allem drückte ſie's, daß die Bedrängniſſe der letzten Wochen ihren herzlichen Zuſammenhang mit den Kindern ihrer Vorgängerin offenbar gelockert hatten. Marynia und Jadwiga wenigſtens waren ihr doch ſchon einmal näher geweſen, auch die Knaben. Durfte ſie ſich ihres kaum gewonnenen Einfluſſes ſo leichthin wieder begeben?

Die wichtigſten Ereigniſſe der letzten Wochen lagen wie unter einem Siegel. Keines der Mädchen hatte eine Ahnung von den furchtbaren Sorgen, welche Jo⸗ ſepha und den Grafen bedrängten. Wenn der Anker, an dem das halb entmaſtete Schiff ſich noch eben noth⸗ dürftig hielt, nachgab und die Strömung es auf die Klippen trieb, ſo war keines von den Nächſtbedrohten auf die Gefahr und ihren Umfang auch nur vorbereitet.

Je länger Joſepha das Bedenkliche dieſes Ver⸗ ſchweigens überlegte, deſto mehr erkannte ſie, wie hoff⸗ nungslos im Grunde die Sachlage geworden war. Die Ueberſiedelung in eine minder koſtſpielige Wohnung hatte ihre Beſorgniſſe zeitweilig gedämpft gehabt. Aber was war im Grunde damit gewonnen? Und ſollte denn nicht vor Allem Mikolajew vor völligem Unter⸗