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David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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Figuren zuſammen: ſo iſt der Genuß im Voraus ſchon halb verloren. Eine Dichtung muß eben ſo wenig, wie ein Gemälde, einer gelehrten Erklärung bedürfen, um ver⸗ ſtändlich zu werden. Will uns der Dichter oder Künſtler in eine ferne Zeit oder entlegene Gegend verſetzen, ſo muß er es verſtehen, in ſeine Zeichnung ſolche Züge und in ſein Kolorit ſolche Farben zu miſchen, daß uns das Kunſtwerk durch ſich ſelbſt verſtändlich wird, ſonſt unterlaſſe er es und wähle einen einfacheren Gegenſtand. Aus dieſen Grün⸗ den haben wir ſowohl das Vorwort, als auch die gelehrten Anmerkungen, die der Verfaſſer ſeinem Werke hinzugefügt, unterdrückt und fügen nur einige Bemerkungen am Schluſſe hinzu.

Der Verfaſſer iſt einer der bekannteſten engliſchen Staats⸗ männer der Gegenwart, der Führer der Tory's im Unter⸗ hauſe, wie es Lord Derby im Oberhauſe iſt. Wenn daher in der letzten Zeit die Tory's ein Miniſterium zu bilden hatten, ſo fehlte d'Israeli in demſelben nicht; er übernahm die Finanzen, hatte aber kein Glück mit ſeinem finanziellen Syſtem. Nicht minder wird es Vielen der Leſer bekannt ſein, daß Benjamin d'Israeli der Sohn eines getauften Juden iſt und, obſchon er zu dem Glauben ſeiner Väter nicht zurückkehrte, dieſer Abſtammung dennoch einen außer⸗ ordentlichen Werth beilegt. Er iſt ſtolz auf die Nationali⸗ tät, der ſeine Familie ihren Urſprung verdankt, und erkennt es als einen großen phyſiſchen und pſychiſchen Vorzug an, daß die Juden ſich unvermiſcht erhalten haben, und daß das Blut der Moſes und David, der Samuel und Jeſaias noch heute ohne Kreuzung in ihren Adern rollt. Er glaubt daher, daß ihnen noch eine große Beſtimmung vorbehalten ſei, daß ſie noch eine große Rolle in der Weltgeſchichte zu ſpielen, eine inhaltsſchwere Miſſion zu löſen haben. Dieſe Anſichten hat er in mehreren Romanen ausgeſprochen und zu verkörpern geſucht, wie er ſie nicht minder in einigen

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