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David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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hier ſind ſie ſchon bereit zu ihrem verdammungsvollen Werke. Dein Körper litt, großer Jabaſtor, aber mir wollen ſie Leib und Seele zugleich erwürgen!

Die Fürſtin ſchrie auf und ſank in die Arme des vor⸗ tretenden Honain, der ſie aus dem Kerker trug.

16.

Nach dem Falle Hamadan's waren Boſtenai und Mir⸗ jam als Gefangene nach Bagdad gebracht worden. Durch Honain's Vermittelung unterlag ihre Gefangenſchaft nicht der gewöhnlichen Härte, aber ſie waren doch auf ihre Ge⸗ mächer in der Feſtung beſchränkt. Bis jetzt waren alle Verſuche Mirjam's, ihren Bruder zu ſehen, vergebens ge⸗ weſen. Honain war der einzige Menſch, an den ſie ſich um Beiſtand wenden konnte, und er hatte immer als Antwort auf ihr Andringen ſeinen Mangel an Kraft ihr zu helfen vorgeſchützt. Vergebens hatte ſie durch das Anerbieten ei⸗ niger ihr noch gebliebenen Juwelen ſich die Mitwirkung ihrer Wachen zu verſchaffen geſucht, welche die Anmuth und Milde ihres Benehmens ihr bereits geneigt gemacht hatten. Nicht einmal Nachricht von ſich hatte ſie Alroy zukommen laſſen können. Jetzt aber, nach dem erfolgloſen Beſuche Honain's im Kerker, begab ſich der ehemalige Weſſir zu der Gefangenen, und indem er ſie mit zarter Geſchicklichkeit in Kenntniß der nahe bevorſtehenden Kataſtrophe ſetzte, kün⸗ digte er ihr an, daß es ihm endlich gelungen ſei, die ge⸗ wünſchte Erlaubniß für ſie zu erhalten, ihren Bruder zu beſuchen, und während ſie vor der Nähe eines Ereigniſſes ſchauderte, für das ſie ſich ſchon ſeit ſo langer Zeit vorzu⸗ bereiten geſucht hatte, flüſterte ihr Honain unter einigen Ermäßigungen die Mittel zu, womit er daſſelbe immer noch abzuwenden ſich ſchmeichle. Mirjam hörte ihn ſchweigend an, und er vermochte bei all' ſeiner ausgelernten Kunſt es nicht, ihr auch nur die leiſeſte Andeutung ihrer eignen

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