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auf den Arm des Gefangenen legend,„ich bitte Dich, Deine Leidenſchaft zu mäßigen. Du haſt einige treue Freunde hier, die gern gemeinſam in Ruhe für Dein dauerndes Wohl wirkten.“
— Mein Wohl! Er ſpottet mein.—
„Ich beſchwöre Dich, Herr, ſei ruhig. Wenn ich wirk⸗ lich mit dem großen Alroy ſpreche, den Jedermann fürchtete und noch fürchten ſoll, ſo bitte ich Dich, zu bedenken, daß eine Heldenſeele nicht allein in Paläſten oder auf dem Schlachtfelde ſiegen und befehlen kann. Auftritte, wie die⸗ ſer, ſind die großen Prüfungen eines höhern Gemüths. So lange wir leben, iſt unſer Leib ein Tempel, über den unſer Geiſt ſeine göttliche Begeiſterung ergießt, und ſo lange der Altar noch nicht umgeſtoßen iſt, kann die Gottheit noch Wunder darin wirken. Erhebe Dich alſo, edler Herr; be⸗ denke, daß, ob Kalif oder Sklave, kein Menſch unter den Lebendigen athmet, der Alroy gleich. Und ſolch' ein Weſen ſollte fallen ohne Widerſtreben, wie ein armer Schwächling, der ſich auf nichts verlaſſen kann, als auf die blind ge⸗ miſchten Zufälle des Glücks? Ich bin auch ein Prophet und fühle, daß Du noch ſiegen wirſt.“
— So gieb mir mein Scepter, gieb mir das Scepter! .... Ich ſpreche zu dem unrechten Bruder. Nein, Du warſt es nicht, nicht Du, der mir es gab.—
„Erwirb Dir's noch einmal. Der Herr verließ David eine Zeit lang, aber er verzieh ihm doch und er ſtarb noch als König.“
— Ein Weib war Schuld an ſeinem Falle.—
„Aber Dich erhebt ein Weib wieder. Dieſe edle Fürſtin, hat ſie nicht auch gelitten? Und doch iſt ihr Geiſt unge⸗ beugt. Hör' ihren Rath; er iſt freundlich und tief.“
— So war auch unſere Liebe.—
„Und iſt es noch, mein Alroy!“ rief Schirin aus. „Sey ruhig, ich bitte Dich, ſei ruhig. Um meinetwillen;
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