Druckschrift 
David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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Zweiter Abſchnitt.

4.

Eile, fliehe dahin, du ſtolzes Roß, und drücke deine Spur auf die pfadloſe Wüſte. Unter dir iſt die unbegränzte Erde, über dir der unbegränzte Himmel, ein eherner Boden, eine glühende Luft. Schnell, ſchnell dahin, du ſtolzes Roß, die pfadloſe Wüſte entlang!

O! glaubſt du, daß dieſe ſalzigen Ebenen dich zu Yemens glückſeligen Haynen führen, und daß du athmeſt in dem heißen Hauche den gewürzigen Duft Arabiens? Eine ſüße Täuſchung, edles Roß, denn dieſe ſalzige Wüſte führt nicht zu den glückſeligen Haynen Yemens, und der Hauch, den du einziehſt, wenn die Abendluft beginnt, iſt nicht der gewürzige Duft Arabiens.

Der Tag hat geendet, die Sterne ſind emporgeſtiegen mit allem Glanze eines Himmels über der Wüſte, und die herabſichſenkende Nacht bringt Troſt auf ihren thauigten Schwingen dem todtmüden Körper, den bleichen Wangen des jungen Fürſten von Israel.

Und noch immer ſprengt das Roß vorwärts, und noch immer hält es ſein kräftiger Muth aufrecht. Zeit und Raum, der brennende Boden, der ſengende Strahl weichen dem Sturme ſeines Laufes, ſeinen ſtählernen Nerven, ſeinen ehernen Adern.

Nahrung und Waſſer haben ſie nicht; keine freundliche Quelle, kein nährender Baum ſteigt vereinet freudig empor.