Druckschrift 
David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nächtigen eder ich ſter?

lagenen,

eit durch rkamen, vohnung, ies unſer klug, er⸗ ganz, daß ß richts. ann kann er über⸗ Dich, ſich lieben

52 23

3

konnten... wenn man ſie reichlich beſchenkt, und ſie ſollen alle meine Edelſteine haben, ſo werden ſie bald eben ſo wenig ſeiner gedenken, als er jetzt noch Leben in ſich hat. O nein, mein Bruder, fürchte nicht, ich komme ſchon wieder nach Hauſe. Für dieſe Mädchen ſorge ich ſchon. Jetzt müſſen wir die Kraft des Königsblutes zeigen, das unſre Adern durchſtrömt. Ich will ſie gerettet ſehn... oder mit ihnen ſterben.

O meine Schweſter, iſt mir's doch, als hätte ich mich nie ſo Bruder gefühlt, wie in dieſer Stunde. Meine theure Mirjam, was iſt Leben? was iſt Rache, was Ruhm und Freiheit ohne Dich? Ich bleibe.

Roſſesgewieher erſcholl aus dem Dickicht.

Ach, ſie kommen, ſie kommen! rief außer ſich Mirjam.

Horch! wieder Gewieher! Ein Roß iſt's, das ſeinen Reiter ſucht. Ich ſehe es. Muth, Mirjam! es iſt kein Feind, ſondern ein naher Freund in der Zeit der Gefahr. Es iſt Alſchiroch's Roß. Er ritt an mir vorbei beim Gra⸗ besplatz, ehe die Sonne ſank. Ich ſah es wohl: ein köſt⸗ liches Roß.

Er ſtürzte in das Dickicht und brachte bald das Roß aus dieſem.

Neulich erſt war das ſtattliche Thier ſeiner heimathlichen Wüſte entzogen worden. Die ſträubende Mähne, das Auge voll Feuer, die Kühnheit der weit geöffneten Nüſtern be⸗ zeugten ſeinen Stolz und die edle Reinheit ſeiner Abſtam⸗ mung. Seine Farbe war gleich der dunkeln ſternglänzenden Nacht, es ſtampfte den Boden mit dem leichten Huf, wie ein Adler, der mit den Schwingen ſchlägt.

Alroy ſchwang ſich auf des Roſſes Rücken und führte es mit Meiſterhand.

Hal rief er aus; ich fühle mich mehr als Held, denn als Flüchtling. Lebewohl, meine Schweſter; lebt wohl, Ihr holden Mädchen; lebt alle wohl und liebt meine köſtliche