Druckschrift 
David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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ſein Leichnam ſoll nicht beflecken unſern reinen Quell, unſre duftenden Blumen. In den Wald will ich ihn bringen, und dann zu Nacht wieder hierher kommen und die Scha⸗ kals belauſchen bei ihrem Feſte.. 4

Du ſprichſt irre, David! Wie? Nein, nein, es iſt unmöglich! Er iſt nicht todt! Du haſt ihn nicht erſchlagen! Er ſchläft er fürchtet ſich. Er ſtellt ſich nur todt, damit wir von ihm fortgehen und er dann wieder ſich erhebe in Sicherheit. Mädchen, ſeht doch nur hin. David, Du ant⸗ worteſt nicht! Bruder, theurer Bruder! Er liegt gewiß hier bewußtlos. Ich glaubte er ſei entfloh'n. Bringt Waſſer, Mädchen, für den Furchtbaren. Ich wage es nicht ihn an⸗ zublicken..

Hinweg! Ich will ihn ſehen und triumphiren. Todt! Alſchiroch todt! O! noch vor einem Augenblicke war dieſer bekleidete Leichnam ein Fürſt, mein Tyrann. So können wir uns alſo ihrer befreien? Wenn der Fürſt fiel, warum nicht auch das Volk? Unrettbar todt, und ich er⸗ ſchlug ihn. Ha! nun fühle ich mich endlich als ein Mann. Dies heißt doch Leben. Laßt mich leben, um zu tödten!

Wehe! Unſer Haus iſt geſunken! Die Wildheit ſeiner Züge erſchreckt mich. David, ich bitte Dich, ende! Er hört mich nicht; meine Stimme iſt vielleicht zu leis. Ich bin wohl ſehr ſchwach. O Mädchen, kniet vor euren Fürſten hin, und ſänftigt den Wahnſinn ſeiner Leidenſchaft.

Ha, dies iſt mein Goliath! eine Schleuder oder ein Baum, es iſt daſſelbe. Der Herr der Heerſchaaren iſt mit uns. Mit Recht nennt man mich David. Wär' dieſer Schlag nur vervielfacht, thäten nur die Diener aus dem Hauſe meines Oheims daſſelbe, wie ſollten wir wiederſehen die Tage von Elah! Der Philiſter, der feige, ſchwelgeriſche Philiſter; er wagte es, meine Schweſter zu berühren! O! daß doch ſein ganzer Stamm hier wäre, alle, alle! Ich