19
„Aber ich will Dich wieder aufbauen, und Du ſollſt gebaut werden, o Jungfrau von Israel! Und wieder ſollſt Du Dich bekleiden mit Deinen Geändern. und wieder ſchreiten zum Tanz mit de en, die da fröhlich ſind. Und wieder ſollſt Du pflanzen Weingärten an den Bergen von Samaria.“ „Sieh, wie die weißen Geſtalten leuchten durch das glänzende Laub der Gebüſche, wenn ſie herabſteigen die ſanfte Anhöhe! Ein ſchöner Verein im herrlichen Iuee jede gekleidet in feierliche Gewänder, verhüllend zeſicht mit beſcheidener Hand, und auf dem anmuthi 1 gend. Meine Schweſter führt
das wohlgef Gefãäß ſte den Zu Jetzt kommen ſie zu dem Brunnen, und tauchen ihre
C—A
Gefäße in das Waſſer, rein und ſchön wie ſie ſelbſt. Ei⸗ nige ruhen aus unter den marmorne len: Andere, zend, pflü duftendſten und winden ſie n, und jenes fröhliche Mädchen taucht jetzt die zarten ger in das feuchte Gefäß, und ſpritzt neckende Tropfen auf ihre lachenden Schweſtern. Horch! ſie ſingen von neuem.“
„O Wein von Sib mahe zn dein er Sommer
frucht und zu deiner iſt ein Räu⸗
2
ber gekommen!“
mitten unter den Bl
Ein Geſchrei, ein Gekreiſch, ein langes, wildes Ge⸗ kreiſch, Unordnung, Flucht, Verzweiflung! Ha! Aus 8 den
1* Gehölze ſtürzt ein Mann im Turban, und bemächtigt ſich der Führerin des Chors. Ihre Gefährtinnen entfliehen nach allen Seiten, Mirjam allein bleibt in den Armen Alſchirochs.
Die Waſſerſäule ſteigt wild empor aus der Bruſt des Sommer⸗Oceans, wenn plötzlich die Wolken verkünden, daß
9*


