Teil eines Werkes 
3. Theil (1828)
Entstehung
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gleichfalls anweſend, und ſtanden bei dem Praͤſiden⸗ ten; in demſelben Zimmer hatte ſich eine Gruppe geſammelt, in deren Mitte ich die laͤchelnden Zuͤge und das freundliche Auge Lafayettes entdeckte. Der Sprecher war, wie man wußte, fuͤr Mr. Adams gewe⸗ ſen, und ich glaubte geheime Zufriedenheit uͤber das Er⸗ gehniß der Wahl in ſeinem Geſichte zu leſen, das wegen ſeiner hohen Geſtalt die meiſten der Umſtehenden uͤber⸗ ragte.

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Bei den Siegern bemerkte man keine groben Aus⸗ druͤcke der Freude, bei den Beſiegten keine unmaͤnnliche Niedergeſchlagenheit. Von den Letztern ſprachen mehrere mit uns, und ihre einzige Antwort auf die mit Lachen vorgebrachte Beileidsbezeugungen meines Freundes war: wir wollen ſehen, was die naͤchſten vier Jahre mit ſich bringen.

Wie befinden Sie ſich, General Jackſon? ſagte Cadwallader, als wir aus einem Zimmer in ein anderes traten, und der ungluͤckliche Candidat erwiederte den Gruß mit ſeiner gewoͤhnlichen freundlichen Miene. Ich beobachtete ſeine maͤnnlichen ſtark ausgedruͤckten Zuͤge während des vorigen Geſpraͤches genau, konnte aber nicht die geringſten Anzeichen eines verſteckten Unmuthes ent⸗ decken. Er verließ uns unter lachendem Geſpraͤch mit einigen Frauen, die ihn einluden, ſich zu ihnen zu geſel⸗ len. Einen Augenblick zuvor hatten wir ihn mit vieler Wuͤrde und natuͤrlicher Aufrichtigkeit ſeinem Nebenbuhler Gluͤck wuͤnſchen ſehen.

Wir traten jetzt in das letzte Zimmer dieſes Stock⸗ werks, in der Hoffnung eine kuͤhlere Atmosphaͤre zu finden. Eine Gruppe von Maͤnnern, unter denen ſich etwa ein Dutzend Frauen befanden, hatten ſich um einen Gegenſtand des gemeinſchaftlichen Intereſſes verſammelt und als ich naͤher trat, bemerkte ich fluͤchtig die kalten