12 Arm) der bis hiehier durch Flach⸗Land ſtroͤmt, eine nie⸗ dere Gebirgsreihe, und wendet ſich noch mehr gegen Weſten. Hier iſt der Hauptpunkt der Schifffahrt, ein Umſtand, der ſchon fruͤh den Ort als geeignet zu Er⸗ bauung einer Stadt bezeichnet hatte. Es wurde daher eine kleine Stadt hier angelegt, und Taback und Bau⸗
holz nach andern Haͤfen verladen, lange ehe man daran
dachte, daß ſie die Hauptſtadt einer großen Nation wer⸗ den ſollte. Dieſer Ort heißt Georgetown, er iſt beſſer gebaut, als gewoͤhnlich der Fall iſt, und die Hoͤhen hin⸗ ter demſelben— denn die Stadt liegt an einem Abhange— ſind nicht nur an ſich ſchoͤn, ſondern auch mit vielen huͤbſchen Landhaͤuſern beſetzt. Die Stadt zaͤhlt fuͤr ſich gegen 9000 Einwohner, und hat ein Collegium und fuͤnf Kirchen, von welchen zwei Biſchoͤflich ſind.
Von der ſogenannten Waſhington⸗City iſt George⸗ town durch einen reißenden kleinen Fluß, der Rock⸗Creek heißt, geſchieden. In einiger Entfernung vom Fluſſe eignet ſich der Boden ſehr wohl zu einer Stadt: er iſt ungleich, ſo daß das Waſſer nicht ablaufen kann, doch eben genug, zur Anlage von Straßen. Hier ſollte man, wie mir ſcheint, die neue Stadt angelegt haben, aber ungefaͤhr eine und eine viertel Meile von der Bruͤcke iſt ein großer freier Platz. Auf der einen Seite liegt das Haus des Praͤſidenten*), das die offentliche Gebaͤnde der Behoͤrden neben ſich hat, auf zwei andern ſtehen einige Haͤuſer und eine Kirche, die dem weißen Hauſe gegenuͤberliegende Seite aber iſt bis jetzt noch nicht uͤber⸗ baut. Von dieſem Platze laufen verſchiedene Straßen wie andere von einem anderen Mittelpunkt aus, der eine und eine halbe Meile weiter oͤſtlich liegt. Auf dem Letz⸗
*) Die Amerikaner nennen den ungemein niedlichen Pallaſt, in welchem das Haupt ihrer Regierung wohnt, in der umgangs⸗Sprache das„weiße Haus“ die eigentliche Be⸗ nennung aber iſt die obige.
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