Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Die Frage, wer ſein Nachfolger werden ſollte, wurde lebhaft zwiſchen uns beſprochen. Blos die un⸗ gemeine Freiſinnigkeit, welche in unſern Verſamm⸗ lungen herrſcht, und ihnen ihr eigenthümliches Ko⸗ lorit gibt, konnte den Erfolg ſichern, den die Wahl gehabt hat. Ja, Freund, der erledigte Stuhl ge hört Ihnen, und da ich weiß, daß Sie den Wap⸗ penſchild Ihrer europaiſchen Ahnen zertrümmert ha⸗ ben, ſo ließ ich eine Zeichnung von mir an dem gehörigen Orte anbringen. Es iſt eine Conſtella⸗ tion von vier und zwanzig Sternen, von einer Ne⸗ belwolke umgeben, mit einer Freiheits⸗Mütze ſtatt des Helmes, und zwei Negern als Schildhaltern. Ich war genöthigt, mich zu dieſer doppelſinnigen Schilderei zu bequemen, um alle Theile zufrieden zu ſtellen, denn die Wahl ging nicht ohne Wider ſpruch durch. Man ſprach viel von Liberalität, aber Sie wiſſen, glaube ich, daß dieß immer ge⸗ wiße Einſchränkungen vorausſetzt. Der Abbate machte ſtarke Einwendungen gegen das Uebergewicht des proteſtantiſchen Intereſſe, und Waller, mein' ich, war etwas eiferſüchtig, daß wir ein Mitglied be kommen ſollten, das einen Dialekt ſeiner Mutter ſprache einführen möchte. Aber Julius Böäthizy hielt aus, wie ein Mann, und der Ruſſe ſchwor, Sie ſeyen ſein Nachbar, und müſſen aufgenommen werden. Kurz, es wurde für Sie entſchieden, und

nun der Kampf vorüber iſt, machen Beide, der Ba⸗

ronet und der Geiſtliche, die beſtmögliche Miene