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machte, nicht in der Kathedrale geblieben zu ſein. Sein Herz war ſchwer empört über die That, aber er machte ſich ſogleich
Die Nachricht von dem Tode Maſaniello's gelangte ſchnell in den Palaſt des Erzbiſchofs, welcher ſich bittere Vorwürfe
auf den Weg, um dem Statthalter ſeine Glückwünſche darzubrin⸗
gen und ſich zu bemühen, den Rathſchlägen entgegen zu wirken, welche die feigherzigen Edelleute in den erſten Augenblicken ihres Sieges ihm aufzudringen verſuchen möchten. Er fand den Pöbel in einem neuen Anfall von Raſerei, de tadt wiederhallte von dem Geſchrei: es ſterbe Maſaniello. te ein Lebehoch für den Herzog von Arcos. „rakterlos, ſo undankbar war das Volk. K aoen aus der Hefe des Volkes feuerten Gewehre ab, bloß um an dem Lärm ſich zu ergötzen. Die Glocken läuteten, und die Volkshaufen wälzten ſich ohne Ziel hin und her. Nur mit Mühe konnte man einen Weg durch das Gedränge für den Erzbiſchof und ſein Gefolge bahnen.
Als er vor den Palaſt des Statthalters ankam, ſtrömte ein
ſo dichter Haufe an ihm vorüber, daß es unmöglich war, durch⸗ zudringen.
Das furchtbare Geſchrei, das ſein Ohr traf, konnte ihn auf den Augenblick vorbereiten, der ihn erwartete.
Man ſchleppte den Leichnam des armen Fiſchers durch die Straßen.
Dem rohen Pöbelhaufen folgten Hunderte von Edelleuten, die plötzlich aus den Verſtecken hervorgekommen waren, jetzt zu Pferde ſaßen und von ihrem Wege abwichen, um dieſen gräß⸗ lichen Zug eine Strecke zu begleiten.
Ein Schwarm von Höflingen hatte den Schlo die Thore des Schloſſes, die Höfe und die Vorzimmer beſetzt. Ddie Sonne ſchien wieder glänzend auf den prächtigen ahr⸗ laſt und auf das glatthäutige Gefolge, das wieder hervorgekom⸗ men war, trotzend und anmaßend wie immer.
Nichtsdeſtoweniger fand der Erzbiſchof in dem Weſen des
Pöbels eine günſtige Vorbedeutung für die Ruhe der Stadt.
Doch wir haben genug von den feierlichen Berathungen
„
ddieſer hochweiſen Herren gehört und treten in ein anderes Zim⸗
mer des Palaſtes. 4
Hier erblicken wir zwei Perſonen. 4


