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Jetzt win. das Geſchrei noch wüthender und man begann
Giulio zu mißhandeln.
Dieſer, von Entrüſtung und Verzweiflung getrieben, ergriff die Holzbank, welche ihm zum Sitzen gedient hatte und ſchleu⸗ derte ſie unter die Menge.
— Was wollt Ihr Nichtswürdigen— rief er mit donnern⸗ der Stimme; an meiner Leiche mögt Ihr Eure Wuth kühlen, Niemand aber wage es, den Lebenden zu berühren.
Die Unholde ließen ein gräßlich verhöhnendes Gelächter hören..
— Gut, ſo wollen wir Deine Leiche, riefen ſte; wir be⸗ dürfen nur Deines Kopfes, Freund.—
Sie ſchleppten den Unglücklichen unter lautem Jubel nach dem Blutgerüſt.
Der Meuchelmord.
Die Wächter, die der Erzbiſchof Filamarino vor Maſa⸗ niello's Wohnung geſtellt hatte, waren nur angewieſen, den Unglücklichen zu verhindern, aus dem Hauſe zu gehen
Die Nachrichten, die dem Erzbiſchof von Zeit zu Zeit über den Zuſtand des jungen Mannes gebracht wurden, ließen einen ſolchen Verſuch kaum fürchten, und er war darauf bedacht, die⸗ jenigen Maßregeln zu ergreifen, die ſein Einfluß auf das Volk ihm möglich machte, um irgend einen plötzlichen Ausbruch von Gewaltthätigkeiten zu verhüten. 1
Er war vielleicht der einzige Mann in Neapel, der die
Ausſchweifungen des Volkes in ihrem wahren Lichte als die
natürlichen Folgen früherer Bedrückungen betrachtete und deut⸗ lich vorausſah, daß, wenn die Gewalt wieder in die Hände käme, welchen ſie entriſſen war, eben ſo grauſame Auftritte fol⸗ gen würden.


