Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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daß mer

ihre

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der Wirth, und bald darauf trug den Fremden ein geſatteltes Maulthier, welchem ein Führer voranging, ſeinem Ziele ent⸗ gegen.

Zwei Stunden ſpäter war auch Leonore reiſefertig.

Ohne Beſchützer, ohne Bruder, ohne Freundin, nur von feigen, unzuverläſſigen Dienern und einigen Soldaten umgeben, beſtieg ſie mit einem unheimlichen Grauen die von zwei Maul⸗ thieren getragene Sänfte, und dieſe verſchwand, gleich den Uebri⸗ gen hinter der nahen Felswand.

Räuber⸗Andacht.

Es war ein nebelgrauer Morgen, wie er ſich im Juli im ſüdlichen Italien ſelten ſo düſter findet, als eine Anzahl bewaff⸗ neter Männer wie Gemſen über einen Felſenkamm ſtiegen und ſich in einer Vertiefung lagerten, während Wachtpoſten nach allen Seiten auf unzugänglich ſcheinenden Zacken ausgeſtellt wurden.

Ehe wir aber dieſe Geſellſchaft näher betrachten, werfen wir einen Blick auf die unabſehbare Bergwüſte, die ſich vor un⸗ ſeren Augen öffnet, bis hinaus auf die Höhe des Meeres, wäh⸗ rend überall in den Mittelgründen die Nebel zerreißen und ſich zu grauen Wolkenmaſſen verdichten, aus welchen einzelne Felſen⸗ kegel herauftauchen.

So gleicht die ganze unermeßliche Fläche einer wellenförmig übereinander gerollten Felſenmaſſe.

Bald aber erkennt man, daß dieſe ſcheinbare Ebene in tiefe, ſenkrechte Schluchten zerriſſen iſt, in welcher brauſende Berg⸗ ſtröme unaufhörliche Nebel bereiten.

Das Opſer von Amalfi.(Pr. uI.*) 42