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Sie wollen zu Fra Lorenzo, der Weg zu ihm iſt nicht ohne Ge⸗ fahr— haben Sie einen Freipaß? — Ich würde ſonſt nicht allein dieſe Gegend paſſiren.
Dieſe Antwort beſtärkte den Wirth in ſeinem Glauben, daß dieſer Fremde eine ſehr hoch geſtellte Perſon ſein müſſe, immer mehr, und er machte eine Verbeugung nach der anderen.
— Was die Dame anbetrifft, ſo wißt Ihr, wohin ihre Reiſe geht, fragte der Cavalier nach einer Pauſe.
— Nach Coſenza, gnädigſter Herr.
— Es führen wohl verſchiedene Wege dahin?
— Drei.—.
— So bezeichnet ihr denjenigen, welcher n den Räubern unſicher gemacht wird. ar
— Dafür ſorgen die Maulthiertreiber bereits, gnädigſter Herr, wiewohl mich das junge Blut dauert, aber ich tröſte mich mit dem Gedanken, daß die Räuber viel zu klug ſind, ſo hochge⸗ ſtellte Perſönlichkeiten zu ermorden.
— Iſt es ſchon Mitternacht? fragte der Fremde, ohne auf die Rede des geſchwätzigen Wirths Gewicht zu legen.
— Es iſt erſt elf Uhr, gnädigſter Herr.
— So will ich bei Euch bis drei Uhr raſten, dann haltet mein Maulthier bereit.
— Es iſt auch dieſe Stunde die äußerſte aufzubrechen, wenn Sie den Räuber um ſechs Uhr noch an dem bezeichneten Orte finden wollen, aber es giebt leider keinen anderen Platz für Sie als der Schuppen, gnädigſter Herr.
— Es iſt freilich ſehr traurig, daß Ihr dieſe Oſteria nicht für Standesperſonen eingerichtet habt, verſetzte der Cavalier verdrießlich.
— Das iſt wohl der Fall, gnädigſter Herr, entgegnete der Oſterienbeſitzer in ſeinem Stolze gekränkt, aber das einzige Zim⸗ mer dieſer Art hat die Prinzeß eingenommen.
— So weiſt mir ein anderes an.
— Ich beſitze eben nur dies eine—
— So— ſo— dann laßt mich raſten, wo es auch ſei, ſagte der Fremde lächelnd, dem Ermüdeten bekommt die Ruhe auf Heu eben ſo gut, als auf dem Daunenlager.
Er folgte dem Wirth nach dem Heuſchuppen, woſelbſt er bis zur bezeichneten Stunde ruhte. Gegen drei Uhr erſchien
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