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hat, nichtsdeſtoweniger ſoll es hier doch nicht geheuer ſein, man ſpricht viel von einem Mönch, der im Gebirge hauſen ſoll.
— Ach, Ihr meint Fra Lorenzo!
— Ganz recht, ſo wird er genannt.
— Fra Lorenzo, lächelte der Mönch, hat ſein Handwerk aufgegeben und ſich wieder in ſein Kloſter zurückgezogen, um Buße zu thun.
— O Padre, wie ſchrecklich, ein Mönch und ein Räuber zugleich,— o welche böſe Zeit..
Der Prieſter ſuchte den Haushofmeiſter von dieſem Ge⸗
ſpräche abzulenken und in äußerſt geſchickter Weiſe wiederholt zu
erfahren, welchen Weg die Reiſenden nehmen werden.
Der Haushofmeiſter war nun zwar ſchlau genug, wie dies dem Neapolitaner überhaupt eigen iſt, ihm einen ganz anderen Weg anzugeben, als wirklich ſeine Abſicht war einzuſchlagen, allein der gute Kloſtergeiſtliche ließ ſich dadurch nicht täuſchen.
Er verſicherte, daß ihn dieſes nur aus Intereſſe für die Prinzeß anginge, da auf dem einen Wege die Brücke abgebrochen, auf dem andern ein Waldſtrom übergetreten ſei, und der dritte noch ſeit dem großen Erdbeben durch ein Felſenſtück verrammelt
ſei; indeß würden die Maulthiertreiber über dieſen Gegenſtand
viel genauere Auskunft geben können, denn hier ſei ja ohnehin der Ort, wo ſtatt des Wagens eine Cavalcatura*) genommen werden müſſe.
Nach dieſer Auseinanderſetzung entfernte er ſich, und der Maggiorduomo(Haushofmeiſter) miethete einige Maulthiertreiber
mit denen er über die zu nehmenden verſchiedenen Wege ſich verabredete.
*) Ein eigenthümlicher Ausdruck für jeden Transport mit Reitthieren, die entweder Perſonen, oder Gepäck und Sänften tragen.


